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Tag der Umwelt – Weltumwelttag

Der Tag der Umwelt ist ein jährlich am 5. Juni weltweit begangener Aktionstag. Am 5. Juni 1972, dem Eröffnungstag der ersten Weltumweltkonferenz in Stockholm, wurde der Weltumwelttag offiziell von der United Nation Environment Program (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) ausgerufen. Seitdem beteiligen sich weltweit jährlich rund  150 Staaten an diesen Weltumwelttag. Seit 1976 werden zum Weltumwelttag auch in Deutschland Aktionen zum Recycling, gegen Naturzerstörung weltweit und zur Schärfung des Umweltbewusstseins organisiert.

Der Weltumwelttag soll Mut machen und zeigen, dass jeder und jede etwas für die Erde tun kann. Dieses „Etwas“ kann lokal, national oder global sein. Die jährlichen Veranstaltungen reichen von kleinen Tagen einzelner bis zu großen Aktionen.

 Im Jahr 2017 waren in Deutschland laut Umweltbundesamt mehr als 2,8 Millionen Personen im Umweltschutz tätig. Damit wächst der Umweltschutz zu einem wichtigen Faktor für den gesamten Arbeitsmarkt heran. Die langfristigen Kosten für Staat und Gesellschaft nehmen zu, wenn der Umweltschutz nicht konsequenter verfolgt und die Produktion von belastenden Stoffen nicht eingedämmt wird. Das Umweltbundesamt schlüsselt die Umweltschadenskosten für unterschiedliche Produkte auf. Ein Beispiel: Allein durch die Produktion von Transportbeton entstanden 2019 Umweltschadenskosten in Höhe von ca. 3,2 Milliarden Euro.

Das Motto für dieses Jahr lautet: „Gemeinsam für Umwelt und Klima – Plastik vermeiden“. Eine klimafreundliche und ressourcenschonende Zukunft zu schaffen, ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Tun wir der Welt also an diesem Tag etwas Gutes und verzichten am besten nicht nur an diesem einen Tag im Jahr so gut wie möglich auf Plastikmüll. Oder wir überdenken einmal unsere Mülltrennung? Vielleicht hast Du bislang nicht so darauf geachtet, was eigentlich in welchem Mülleimer landet. Zeit, Ordnung reinzubringen – nicht nur für Dich sondern auch für unsere gemeinsame Umwelt.

Sehnsucht nach Shopping? Hier kommen ein paar Tipps, wie du ohne schlechtes Umweltgewissen der Einkaufslust frönen kannst. Wir listen Gebrauchsartikel auf, die Verbrauchsartikel ersetzen und so einen nachhaltigen Lebensstil fördern.

Küche
Wer gern backt, kann mit einer Silikon-Backmatte auf Backpapier verzichten.
Frischhaltefolie kannst du durch Bienenwachstücher ersetzen. Die gibt es auch vegan.
Filterkaffee kochst du hiermit ohne Filtertüten. Oder nutze fürs Kaffeekochen eine French Press oder für Espresso eine Caffettiera. Und was du mit dem aufgebrühtem, kalten Kaffeesatz machen kannst – Es ist ein hervorragender Blumendünger, der auch hier dann ohne Plastikmüll zu erzeugen, verwendet werden kann. Für Haushalte mit Kapselmaschinen gibt es nachfüllbare Kapseln.

Bad
Zum Abschminken und für die Gesichtsreinigung kannst du statt Einweg-Wattepads waschbare Baumwollpads verwenden.
Die Ohren reinigst du abfallfrei mit waschbaren Ohrenstäbchen. Ein vergleichbares Produkt gibt es für Kosmetikstäbchen.
Wer kein Bidet hat, spart Klopapier dank Podusche.
For the ladies: Menstruationstasse und Baumwoll-Slipeinlage anstelle der herkömmlichen Wegwerfartikel

Haushalt
An Stofftaschentücher und Stoffservietten hast du bestimmt schon selbst gedacht. Aber wie wäre es mit einem Staubsauger ohne Filterbeutel?

Wenn Du jetzt auch ins Nachdenken gekommen bist, hier folgen noch 14 kleine Tipps für die effiziente und vor allem Nachhaltige Vermeidung von Plastikmüll

  1. Lass die Plastiktüte liegen und nimm Stofftaschen und/oder Körbe zum Einkaufen mit

2. Anstatt die kleinen „Hemdchentüten“ für Obst und Gemüse im Supermarkt mitzunehmen, verwende lieber wiederverwendbare Gemüsenetze, am Besten aus Bio-Baumwolle. (Vorsicht bei Polyesternetzen, das sind ebenfalls Kunststoffasern).

3. Brot und Brötchen kann man super in mitgebrachten Bio-Baumwolle Brotbeuteln kaufen. So sparst du jedes Mal die Papier-/Plastik Brot Tüte, die danach eh im Müll landen wird.

4. Trinke Leitungswasser und kaufe Mehrwegflaschen (Glas bevorzugt) anstatt Einweg PET oder Dosen.

5. Kaufe Milch und Joghurt im Pfandglas anstelle von Tetrapak oder Plastikflasche oder -becher.

6. Verwende Seife/ festes Shampoo anstelle von Flüssigseite, Duschgel oder Shampoo in der Plastikfalsche. Kaufe Produkte die konzentriert sind und die Du deshalb selber verdünnen kannst.#

7. Verwende keine Peelings mit Microplastik (Achte generell darauf, keine Kosmetik oder Putz-/Waschmittel mit Microplastik zu kaufen).

8. Nimm Dein Essen und Trinken in Glas- und Edelstahlbehältern mit.

9. Benutze zum Frischhalten möglichst Bienenwachstücher oder vegane Wachstücher.

10. Für den Kaffetogo nimm deinen eigenen Becher mit.

11. Vermeide Einwegplastik. Es gibt tolle recyclebare Alternativprodukte.

12. Verwende Abschminkpad aus Bio Baumwolle oder nimm den klassischen Waschlappen.

13. Schau öfter genau hin, denn nicht alles was „grün“ scheint ist auch wirklich nachhaltig. (Beispiel: Kunststoff aus Bambus enthält oft Melamin und /oder Formaldehyd – Beides steht im Verdacht gesundheitsschädlich zu sein- reines Bambus, wie in Bambusstrohhalmen braucht keinen Kunstharz. Auch bei Kleidung/ Abschminkpads etc ist genaues Hinschauen sinnvoll, denn Bambusviskose ist eine aus Bambuszellulose gewonnene Chemiefaser. Auch bei Biokunststoffen ist nicht alles Gold was uns als solches angepriesen wird).

14. Sei bitte nicht zu streng mit Dir – gut Ding will Weile haben. Ein Zitat was passt: „We don’t need a handful of peopledoing zero waste perfectly. We need millions of people doing it imperfectly“ – Anne-Marie Bonneau

Du willst noch mehr? Dann schau doch mal in dieses Buch: „Plastiksparen im Supermarkt“. Dort findest du viele weitere, leicht umsetzbare Tipps, Tricks und Ideen für einen nachhaltigeren Alltag – natürlich auf Recyclingpapier gedruckt 😉

Haben dir die Tipps geholfen? Oder hast du noch andere gute Ideen zum Plastik reduzieren? Wir würden uns sehr freuen, wenn du deine grünen Gedanken mit uns teilst!